DIE BIO-StadtImkerei

 

Bienen in der Stadt?
BIO-Stadthonig??? JA!!!

 
Eine Imkerei erwartet man traditionell auf dem Land. Doch bieten Großstädte wie Kassel ein ebenso gutes, wenn nicht so gar bienenfreundlicheres Umfeld. Während genau betrachtet der ländliche Raum überwiegend mit Monokulturen intensiv bewirtschaftet wird und nur ein kurzeitiges Blühangebot bietet, werden in innerstädtischen Gärten, an Balkonen, in Parkanlagen und auf bunten Blühstreifen keine Insektizide eingesetzt. Zudem sind die Städte im Winter auch noch zwei bis drei Grad wärmer, was sich positiv auf die Bienengesundheit auswirkt.  
Doch beim Stichwort «Stadthonig» vermuten viele auch eine hohe Belastung aus urbanen Schadstoffen, wovon auch Kassel nicht verschont bleibt. «Was ist mit der Luftverschmutzung? Setzen sich die Abgase nicht auf die Blüten nieder, die dann von den Bienen besucht werden? Das kann doch nicht BIO sein???»
Als Teil der Überlebensstrategie des Bienenvolkes werden selbst kleinste Verschmutzungen aus dem Nektar gefiltert (Ventiltrichter an der Honigblase). Der Nektar, der im Stock abgeliefert wird, ist also sauberer als der Nektar, den die Bienen an den Blüten vorfinden. Pestizide, die nicht gefiltert werden können, sondern Bienen orientierungslos machen, gibt es in der Stadt nicht in den Konzentrationen wie in der konventionellen Landwirtschaft. Laboruntersuchung zeigten, dass Stadthonig gänzlich unbelastet ist, also absolut keine Rückstände aufweist. Zudem profitieren Bienen in Großstädten von längeren und durchgängigen Blütezeiten. 
Geschmacklich zeigt Stadthonig jedoch große Unterschiede zum Landhonig, worüber selbst Landimker staunen. Während Sortenhonige geschmacklich so interessant schmecken wie eine Einbahnstraße, werden beim facettenreichen und ausgesprochen aromatischen Stadtblütenhonig verschiedene Rezeptoren auf der Zunge angesprochen.
Und  für Heuschnupfen geplagte Städter scheint der Honig aus dem direkten Umfeld, also mit gerade den Pollen, auf die der Körper doof reagiert, ein sanfter Weg zu Desensibilisierung zu sein. Das hilft bestimmt nicht jedem. Aber bei mir hat es funktioniert! 
Ein weniger erfreulicher Aspekt der Arbeit mit Bienen ist der unweigerlich damit verbundene Kampf gegen die Varroa-Milbe. Der Parasit ist weltweit und selbstverständlich auch in Nordhessen verbreitet und macht unseren Bienen mächtig zu schaffen... 


Bienen-Blog/Eintrage/2016/2/17_Bio-Siegel_fur_Stadthonig.htmlBienen-Blog/Eintrage/2016/2/17_Bio-Siegel_fur_Stadthonig.htmlhttp://www.die-honigmacher.de/kurs3/seite_15206.htmlhttp://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/was-hilft-wirklich-gegen-pollen-100.htmlVARROA-AUSBREITUNG.htmlshapeimage_1_link_0shapeimage_1_link_1shapeimage_1_link_2shapeimage_1_link_3shapeimage_1_link_4
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